Couven for future – Gedanken von 8. Klässlerinnen und dem Bio-LK in der Q1

Mit diesem Thema beschäftigten sich 4 Schülerinnen der 8. Klasse (Felice Gerding (8D), Laura Lösel (8D), Elena Koppelmann (8D), Anna Heidemanns (8D)) während ihres Projektlernens im 2. Halbjahr und erzeugten einen Blog mit interessanten Informationen. Sie erlaubten ausdrücklich eine Verlinkung zu ihrem Blog, da ihnen das Thema am Herzen liegt. Hier ihr Statement: „Wir sind 4 Schülerinnen vom Couven Gymnasium und brennen für das Thema Umweltschutz. Dazu haben wir uns im Rahmen des Projekthalbjahres hierzu weiter informiert. Wir machen uns es zum Ziel andere auf die Probleme und Lösungsvorschläge aufmerksam zu machen.“ Der Blog: https://couvenforfuture.de

Im Biologie-LK der Q1 fassten Schülerinnen und Schüler den ZEIT-Artikel „Bis sie versinken“ zusammen („Der Artikel, „ Bis sie versinken„, aus der Zeitschrift ‚Die Zeit‘, vom 13.6.2019, befasst sich mit der Verantwortung und dem Zusammenspiel von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft, zum Thema Klimawandel. Bereits Ende der sechziger Jahre war das Problem bekannt, dass durch Kohlenstoffdioxid sich die Atmosphäre weltweit erwärme und dies verheerende Folgen haben könnte, doch….“) – Wer mehr wissen möchte gelangt an den Artikel hier. Es werden vier Klimaforscher aus Deutschland bzgl. ihrer Forschungen vorgestellt (Stichworte: zwei-Grad-Grenze, Kipppunkte, Climate Engineering, Bedeutung der Proteste von Fridays for future, Mongolensturm und Klimaeinfluss, Tropenwälder, Wissenschaft-Politik-Gesellschaft-Dreieck).  Die Schülerinnen und Schüler des Bio LK entwickelten daraus einige Ideen, wie das Couven-Gymnasium klimafreundlicher handeln kann. Hier die unzensierten Vorschläge, die nur thematisch gebündelt wurden:

Energie

  • Sich dafür einsetzen, dass die Solaranlage auf dem Dach des Couven erhalten bleibt.
  • Heizung durch individuelle Thermostate in den Räumen steuern (in einigen Räumen läuft die Heizung selbst an warmen Tagen auf Hochtouren).
  • Wann immer möglich, Licht ausschalten:
    Verbesserungsvorschlag: Lichtschalter so ändern, dass in allen Räumen die Lichtreihen (Wand, Fenster, Tafel) getrennt geschaltet werden können.
  • Möglicherweise den Stromanbieter wechseln zu einem, der Strom durch erneuerbare Energien erzeugt (Aber: Kosten-Nutzen-Rechnung notwendig)
  • Gut gedämmte Gebäude (spart Heizkosten)
  • In der Schule an sich mehr auf Energieeinsparung achten, z.B. kein Licht einschalten, wenn es hell ist oder auch nicht im Winter die Fenster offen stehen lassen, wenn die Heizung noch an ist.
  • Energie, die das Couven benötigt, mit der Solaranlage erzeugen.
  • Verwendung ökologischen Stroms.
  • Weniger heizen – Ausbau der Isolierung sowie einen Pulli-Tag einführen
  • LED´s
  • Keine Bewegungsmelder für Licht auf den Fluren oder den Toiletten
  • Keine Beleuchtung bei Sonnenschein
  • Unnötiges Laufen der Heizung vermeiden.

Wasser & Sanitär

  • Regenwasser auf dem Dach sammeln für die Toilettenspülung.
  • Auf den Toiletten recyceltes Papier verwenden.
  • Wasser über Nacht abstellen

Abfallvermeidung

  • Bessere Mülltrennung: Trennsystem versagt in den meisten Räumen.
  • Hefte aus Recyclingpapier und Arbeitsblätter wenn möglich vermeiden vermeiden (z.B. tatsächlich die Bücher nutzen)
  • Plastikverpackungen in der Schule vermeiden und Lebensmittelverschwendung stark verringern.
  • Komplette Digitalisierung des Arbeitsmaterials und Informationsmaterials.
  • Weniger Papier verwenden.
  • Recyclingpapier bei Schulbüchern, Heften, etc. verwerten.
  • Tafeln mit Kreide oder Smartboards, keine Whiteboards (Stichwort: Mikroplastik in den Stiften)
  • Plastikfreie Schule (Plastikmüll verschmutzt die Umwelt (Meer usw.) und tötet so Tiere; Mikroplastik landet in allen Organismen, auch in uns (Gesundheitsschädlich!)
  • Materialgerechte Verwertung / Aufwertung des Mülls (Zero Waste)

Aufklärung & Demokratie

  • Ein Fach oder ein Projekt einführen, in dem über den Klimawandel aufgeklärt wird und in dem Schüler und Schülerinnen von fachgerechten Leuten erfahren, was sie tun können.
  • Öfters eineExkursion zu Fridays for future unternehmen bzw. Entschuldigungen akzeptieren bzw. Alternativen anbieten, um den Unterrichtsstoff nachzuholen (z.B. an einem anderen Tag).
  • Aufklärung über den Klimawandel und über Gegenmaßnahmen. Aufklärung über das Essverhalten (nicht zu viel Fleisch essen wegen der Methan-produktion).
  • Schüler anregen, in ihren Familien klimagerechtes Verhalten durchzusetzen.
  • Unterstützung der Fridays for future-Bewegung
  • Die Parteien unterstützen, die den Klimawandel ernst nehmen.
  • „Auch Kinder und Jugendliche müssen über die Gefahren des Klimawandels und Möglichkeiten gegen ihn anzugehen Bescheid wissen. Sie sind die zukünftige Generation, sie können etwas bewirken, denn sie sind die Zukunft. Kinder und Jugendliche müssen Gründe haben und darüber nachdenken, um freiwillig die Gegenmaßnahmen zu unterstützen bzw. durchzusetzen“.

Verkehr

  • Schüler und Lehrer ermutigen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen bzw. mit dem Fahrrad zu fahren (letzteres: sich für eine bessere/sicherere Fahrradinfrastruktur (Fahrradwege, genügend Fahrradständer) einsetzen.
  • Sicherere Fahrradständer in der Schule anbieten, damit Schüler und Schülerinnen sich sicher fühlen, dass ihr Fahrrad nicht geklaut werden kann.

Mensa und Kiosk

  • Anbieten und Verkauf von Bioprodukten in der Mensa. Fleischprodukte in der Mensa abschaffen. Regionale Produkte anbieten.
  • Veganes oder zumindest vegetarisches Essen anbieten (Mittagessen, Kiosk)
  • Kein Plastik am Kiosk oder bei der „Milch“
  • Eigene Entscheidungskraft bei allen Lebensmitteln aus dem Kiosk, sie einzupacken (in Papier) oder sie ohne Verpackung zu kaufen.
  • Kein Fleisch (die Tierindustrie (vor allem Fleisch) produziert mehr CO2 als alle Transportmittel zusammen (Quelle: „What the health“), verbraucht übermäßig Wasser

Ausflüge und Klassenfahrten

  • Ferne Reisen und Klassenfahrten mit Flügen unterlassen.
  • Nicht ferne Ausflüge zu Fuß unternehmen.

Bepflanzung

  • Pflanzen in den Klassenräumen und weitere auf dem Schulgelände (bspw. Zwischen unterem und oberem Eingang auf dem Grünstreifen).
  • Mehr blühende Bepflanzung auf dem Schulhof (z.B. Lavendel)
  • Mehr Bäume pflanzen (Pflanzen als CO2- Speicher)
  • Eine Wildblumenwiese für den Insektenerhalt (gegen das Insektensterben vor allem in Städten)

Ein ausführlicherer Verbesserungsvorschlag eines Schülers lautet:

Meiner Meinung nach ist die Schule dazu verpflichtet die Schüler in Sachen Klimawandel und Klimaschutz zu informieren um sie so sensibler für dieses Thema zu machen. Desweiteren müssen noch mehr Schüler überzeugt werden sich für das Klima einzusetzen und Initiative zu ergreifen. So können Schüler das Wissen in die Familie weitertragen oder Freunden vermitteln. Um das zu erreiche könnte man einerseits das Thema Klimawandel noch mehr ansprechen oder aber eine AG bilden.

Ein weiterer Schritt wäre die Erlaubnis zu „FridaysForFuture“ gehen zu dürfen. Denn mit noch mehr Teilnehmern könnte man die Wichtigkeit und den Handlungsbedarf noch deutlicher zeigen.

Zudem könnte man noch mehr Pflanzen auf dem Schulgelände Pflanzen, wobei unsere Schule in diesem Punkt schon ganz gut aufgestellt ist.

Außerdem könnte man noch mehr auf den Verkauf von Nahrungsmitteln achten, denn Milch und Fleisch Produkte sind besonders schlecht für die Umwelt, da mehr als 39% des gesamten Methan-Ausstoßes aus Rinderzuchten stammen. Hierbei könnte man zugleich den Plastik Verbrauch beachten.

Ein weiterer Punkt wäre Anzuregen, dass die Gelder der Schule nicht an Banken gehen, die in fossile Energien investieren.

Desweiteren denke ich, dass die Schule den Transport zur Schule für die Schüler noch einfacher und umweltfreundlicher gestalten könnte. Zudem könnten bessere und sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder gegeben werden.

Hinzufügend wäre es möglich gebrauchte Bücher weiterzugeben oder zu recyceln, wobei das mehr mit Nachhaltigkeit zu tun hat.

Alles in allem denke ich aber, dass unsere Schule auf einem guten Weg ist und auch als Vorreiter der Aachener Schulen bezüglich des Klimaschutzes gilt.”

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