Klasse 9B des Couven macht Interviews bei Fridays for Future

Am 15.03.2019 fand der erste globale Streiktag der Klima-Bewegung „Fridays for Future“ statt, benannt nach dem Vorbild der schwedischen Schülerin Greta Thunberg, die seit Sommer 2018 regelmäßig freitags die Schule bestreikt, um Druck auf die Politik auszuüben, endlich Ernst zu machen mit dem Klimaschutz. Was als Protestaktion einer einzelnen Schülerin angefangen hat, hat sich mittlerweile zu einer weltweiten Klimabewegung von Schüler*innen ausgeweitet.

Am ersten globalen Streiktagnahmen Schüler*innen aus über 100 Ländern auf allen Kontinenten teil. In Aachen beteiligten sich über 2.500 Teilnehmer*innen. Mit dabei waren Schüler*innen aller Altersstufen – eine Grundschule aus der Städteregion hatte ihren Wandertag an den Elisenbrunnen verlegt- aber auch Erwachsene, die sich um die Zukunft ihrer Kinder sorgen, waren da wie die „Parents for future“ oder Wissenschaftler*innen wie die „scientists for future“.

 

Mit von der Partie war auch die Klasse 9B des Couven Gymnasiums mit ihrer Politiklehrerin Andrea Genten. Stimmt es, dass die streikenden Schüler*innen der Fridays for future eigentlich nur eine günstige Gelegenheit nutzen, um die Schule zu schwänzen, wie vielfach behauptet wird, oder ist das alles nur Stimmungsmache gegen eine wachsende Klimaschutzbewegung junger Menschen? Sollten Schüler*innen die Fragen von Klimagerechtigkeit und Klimaschutz lieber den „Profis“ überlassen, wie FDP Chef Christian Lindner behauptet, oder ist es höchste Zeit, dass Kinder und Jugendliche, die vom Klimawandel am stärksten betroffen sind, selbst politisch aktiv werden und Druck auf die Politik ausüben, die Ziele des Pariser Klimabkommens von 2015 endlich auch in die Tat umzusetzen? Wir wollten uns selbst ein Bild machen.

Im Politikunterricht hatten wir uns vorher intensiv mit ganz unterschiedlichen Positionen auseinandergesetzt, von Angela Merkel bis zur AfD, von der NRW Bildungsministerin Yvonne Gebauer bis zu den Scientists for future und vielen anderen mehr.  Aus der Auseinandersetzung ist ein Fragebogen entstanden. Mit dem Fragebogen ging es zum Elisenbrunnen zum globalen Streiktag. Wir haben viele Menschen interviewt und dabei spannende Erfahrungen gemacht. Hier ein paar Eindrücke:

„Es hat viel Spaß gemacht, die Interviews durchzuführen. Unsere Interviewpartner haben unsere Fragen ernst genommen und vernünftig beantwortet“ (Bugra)

„Auf der Demo gab es auch Schüler*innen, die eine Rede gehalten haben. Die Reden waren wirklich gut. Ich fand es sehr spannend, dass wir etwas Neues kennengelernt haben und für kurze Zeit in die Rolle von Journalist*innen geschlüpft sind.“ (Hanan)

„Ein paar Schüler*innen waren dort, damit sie nicht zur Schule gehen mussten, der Großteil aber war sehr engagiert und beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem Klimaschutz. So viele Menschen zu sehen, die sich für das Klima einsetzen und darüber nachdenken, was sie selbst in ihrem Leben ändern können, wie z. B. weniger fliegen, Plastik vermeiden, weniger Fleisch essen, war eine sehr tolle Erfahrung und ich rate jedem dazu, es auch mal zu machen.“(Ebru)

„Viele Jugendliche machen sich Gedanken, was sie privat für den Klimaschutz tun können. Manche wollen öfter zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren, statt mit dem Auto, bzw. sich mit dem Auto fahren zu lassen. Andere trennen Müll oder versuchen soweit wie möglich Plastik zu vermeiden. Außerdem haben alle, die wir interviewt haben gesagt, dass es ein wirklich tolles und freies Gefühl ist, aktiv mit anderen etwas für den Klimaschutz zu tun.“ (Zina)

„Ich fand es toll und unglaublich, wie viele Menschen sich für den Streik einsetzen und mitmachen, auch wenn sie Schule, Arbeit oder gar Freizeit haben.“ (Parniya)

„Die Interviews am globalen Streiktag haben uns deutlich gemacht, wie wichtig das Thema Klimaschutz ist. Die Politiker*innen können nicht einfach wegschauen, weil die Klimaschutzaktivist*innen sehr hartnäckig sind. Wollt ihr wirklich, dass eure Kinder keine Zukunft haben?“ (Anjesa, Hannah, Stephanie, Dunja)

„Unserer Meinung nach ist das Streiken sehr gut, nicht nur, um den Klimawandel zu stoppen und unser Überleben zu sichern, sondern auch um ein Zeichen zu setzen, dass wir uns nicht länger unsere Zukunft stehlen lassen. Wir hoffen, dass die Politiker einsehen, dass wir uns nicht länger herumschubsen lassen.“ (Madiou, Dalaksan)

Habt ihr auch Lust, euch selbst ein Bild zu machen, dann sprecht eure Lehrer*innen an. Es lohnt sich. Am 24.06.2019 ist globaler Klimastreik zur Europawahl.

Anjesa Rashiti ,Bugra Ibili, Dalaksan Sriskaran, Dunja Muhsen, Ebru Altem,, Hannah Lösel, Hanan Alrifaie, Madiou Diallo, Parniya Parsa-Moez, Stephanie Okpo, Zina Abbas aus der 9B

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