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Unsere Schülerin Elisa berichtet über ihre zweijährige Teilnahme am Open Minds Stipendium der Victor Rolff Stiftung am Science College. Bewerbungen sind noch bis Ende Februar möglich. Hier geht es zur Bewerbung: https://sciencecollege.de/openminds/copy/?fl_builder&fl_builder_ui

Erfahrungen aus erster Hand: Elisa über ihre Zeit im Open Minds Stipendium

Auf das Open Minds Stipendium der Victor Rolff Stiftung am Science College bin ich durch unsere Schule aufmerksam geworden, da über Microsoft Teams regelmäßig auf MINT-Zusatzangebote hingewiesen wird. Pro Jahr gibt es insgesamt sechs Events, bestehend aus drei Workshop-Wochenenden und drei dazugehörigen Exkursionen. Die Workshop-Wochenenden finden im Science College des Haus Overbach in Jülich statt, die eintägigen Exkursionen an unterschiedlichen, thematisch passenden Standorten.

Jetzt gegen Ende meiner Laufzeit, nach fast zwei Jahren, kann ich als klares Highlight meine erste Sommerwerkstatt im Jahr 2024 benennen. In dieser haben wir unter anderem das MPIPZ, also das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, besucht. Die Sommerwerkstatt war so aufgebaut, dass es mehrere Workshoptage, einen Exkursionstag sowie einen Vorstellungstag der einzelnen Gruppen gab.

In dem Biotechnologie-Workshop, den ich besucht habe, konnten wir in einem S1-Labor lernen, wie wissenschaftliches Arbeiten abläuft. Dazu gehörten unter anderem das Durchführen einer Gelelektrophorese, das Züchten von Bakterienkolonien sowie der richtige Umgang mit Geräten wie Inkubatoren und Mikroskopen.

Die Workshoptage sowie auch die regelmäßigen Workshop-Wochenenden bestehen in der Regel aus gemeinsamen Mahlzeiten, bei denen sich schnell Freunde finden lassen, zwei Workshop-Phasen am Vor- und Nachmittag sowie anschließender Freizeit oder einem Vortrag eines Dozenten bzw. Experten.

Zusätzlich ermöglicht das Stipendium Museumsbesuche und schlägt bewusst Brücken zwischen MINT- und Nicht-MINT-Themen. Beispiele dafür sind ein Workshop-Wochenende über Journalismus, bei dem wir sowohl über Cybersecurity als auch über die Arbeitsweise im Journalismus gelernt haben und in Zusammenarbeit mit Dozenten des WDR eigene Informations-Reels drehen konnten, sowie ein Literaturworkshop in der Sommerwerkstatt 2025 zum Überthema Papier.

Meine Erwartungen hat das Stipendium insgesamt erfüllt und mir außerhalb der Schule die Möglichkeit geboten, mich gemeinsam mit Gleichgesinnten in meinen Interessen weiterzubilden. Besonders schön war dabei, dass alle Beteiligten ähnlich viel Spaß an den Themen hatten wie ich selbst.

Das Stipendium ist auch für die Zukunft nützlich, da es sich gut im Lebenslauf macht und mir unter anderem bei einem Praktikumsplatz an der RWTH Aachen geholfen hat. Außerdem sammelt man durch die Teilnahme Punkte für das MINT-EC-Zertifikat.

Ich empfehle das Stipendium allen weiter, die Interesse an mindestens einem der MINT-Fächer mitbringen. Ich kann versprechen, dass das Stipendium auch Interesse an weiteren Fachbereichen wecken wird.

Meiner Erfahrung nach ist es sinnvoll, sich im Alter von etwa 14 bis 16 Jahren zu bewerben, also in den Jahrgangsstufen 9 bis EF. Wer sich später bewerben möchte, dem steht das ebenfalls offen, da man auch eine Laufzeit von nur einem Jahr beantragen kann.

Wichtig ist vor allem, wie der Name schon sagt, offen gegenüber anderen Menschen und neuen Erfahrungen zu sein. Fühlt euch ermutigt, euch zu bewerben!

Elisa (EF)