Begabungsförderung

Wenn Lehrerinnen und Lehrer überdurchschnittliche Begabungen im Fachunterricht erkennen, animieren sie (Hoch-)Begabte auch direkt zur Teilnahme an Wettbewerben. Das Couven- Gymnasium nimmt regelmäßig teil an folgenden Wettbewerben.

Wettbewerbe verantwortliche Lehrkraft

Fachbereich

Adressatenkreis

Mathe-Olympiade Pangea-Wettbewerb Känguruh-Wettbewerb Sebastian Messlinger

Mathematik

alle Jahrgangsstufen

Handwerk Wolfgang Heinen

Technik

Jahrgangsstufen 7 bis 9

Vorlesewettbewerb

Deutsch / Literatur

Jahrgangsstufen 6

„Jugend debattiert“ Kathrin Tücks

Deutsch

Jahrgangsstufe 8

„Sudoku-Wettbewerb“ Henning Buhr

Mathematik

alle Jahrgangsstufen

„Biber“ Henning Buhr

Informatik

alle Jahrgangsstufen

„Bundeswettbewerb Informatik“ Henning Buhr

Informatik

Leistungskurs Informatik

Indem wir (hoch-)begabten Schülern durch unser vielfältiges Angebot Gelegenheiten bieten, im Bereich ihres Interesses Talente auszuleben, können sie konkrete Vorstellungen entwickeln, welche inhaltlichen Schwerpunkte ihre Schullaufbahn haben soll, möglicherweise eröffnen sich sogar berufliche Perspektiven. Die Rückmeldung für ihre Arbeit – sei es in Form von schönen Noten, Applaus für eine selbst erarbeitete Präsentation oder einem guten Abschneiden bei einem Wettbewerb – steigert ihr Selbstbewusstsein, den Mut zu neuen Herausforderungen und die Lust, Gleichgesinnten zu begegnen. Die so gesteigerte Motivation und Willenskraft wollen wir in Modul 2 nutzen, um die Schüler mit Experten und talentierten Jugendlichen anderer Schulen zusammenzubringen.

Modul 2: Außerschulische Lernherausforderungen Kooperationen und Netzwerkaktivitäten

Der Besuch eines Workshops an der RWTH oder einer Ferienakademie, also eines außerschulischen Lernorts, fordert von den Schülern schon eine gewisse Offenheit, Flexibilität und Mobilität, um auf dem Feld des eigenen Interesses weiterzukommen. Um dies zu initiieren und zu unterstützen, kooperiert das Couven-Gymnasium mit zahlreichen Partnern aus Bildungswesen, Handwerk, Industrie und Dienstleistung.

Kooperationsprojekt Kooperationspartner verantwortliche Lehrkraft

Fachbereich

Adressatenkreis

„Aachener Modell II“ RWTH Aachen Wolfgang Heinen

fachübergreifend

Jahrgangsstufen 5 bis Q2

„CAMPP“ RWTH Aachen Stella Ziegler

Mathematik

Jahrgangsstufen EF, Q1 und Q2

„Handy-Programmier- Workshop“
FH Aachen
Henning Buhr

Informatik

Mädchen

„Mathe plus“ RWTH Aachen Stella Ziegler

Mathematik

Jahrgangsstufen EF, Q1 und Q2

„Ingenieure ohne Grenzen“ Wolfgang Heinen

Technik

alle Jahrgangsstufen

Logic Masters e.V. Henning Buhr

Mathematik

alle Jahrgangsstufen

Nicai Systems Jutta Krusenbaum Wolfgang Heinen

Informatik, Physik

alle Jahrgangsstufen

Heinen Automation Henning Buhr

Informatik

EF

Handwerkskammer Aachen

Technik

alle Jahrgangsstufen

Des Weiteren ist es der Schule gelungen, Mitglied im MINT-EC, im nationalen Excellence- Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu werden. Diese Mitgliedschaft ermöglicht den (hoch-)begabten Schülerinnen und Schülern des Couven-Gymnasiums z.B. am „Computational and Mathematical Modeling Program“ (Computergestütztes Mathematisches Modellierungsprogramm), einem Education Lab der RWTH Aachen, teilzunehmen. Eine weitere Netzwerk-Aktivität unserer Schule ist die Teilhabe an der Gemeinschaftsoffensive ZdI (Zukunft durch Innovation), zu der sich über 3.600 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Schule, Politik und gesellschaftlichen Gruppen zusammengeschlossen haben, um den naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchs in Nordrhein- Westfalen zu fördern. Auch von dieser Partnerschaft können insbesondere (hoch-)begabte Schülerinnen und Schüler profitieren, indem sie Kontakt zu Hochschulen oder Praktika-Angebote aus der Industrie erhalten.

Modul 3: „A good head and a good heart …“

Die Coaching-Projekte krönen den verantwortungsbewussten Umgang der jungen Menschen mit ihren Talenten, da sie dort die Chance erhalten, diese nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere zu nutzen: Sie absolvieren z.B. im „Schüler-Coaching“ eine lernmethodische Zusatzausbildung und trainieren jüngere Schule eigenständig, damit sich deren Lernfreude und -erfolg steigert, oder unterstützen als „Sporthelfer“ Lehrerinnen und Lehrer im Sport-Unterricht und bei Turnieren.

Weil wir wissen, dass (Hoch-)Begabte entgegen weitverbreiteter Vorurteile auch im sozialen Bereich meist überdurchschnittliche Kompetenzen zeigen, z.B. in Form einer hohen emotionalen Intelligenz und ausgeprägten Kommunikationsfähigkeit, können diese ihre Begabungen zum Wohle der Schulgemeinschaft einsetzen und ihre eigene Wirksamkeit erfahren.

Geplante Konzeptoptimierung

Seit Mai 2017 macht unsere Schule ein neues Angebot: eine Schülerakademie für Schüler der Klassen 6 bis 9. Sie soll zur Spitzenförderung beitragen. Die Schülerakademie findet nachmittags, an den regulären Unterricht anknüpfend, statt. Eingeladen werden all diejenigen Schüler, von denen Kollegen meinen, dass sie sich in so mancher Unterrichtsstunde aus Unterforderung langweilen. Sechs bis zwölf Schüler werden an diesen Nachmittagen herausgefordert, indem sie sich aktiv und selbstständig mit frei ausgewählten Themen auseinander setzen. Ich als Lehrerin mit den Fächern Deutsch und Mathe halte offene Fragen und Problemstellungen aus meinen Fächern bereit, LehramtsanwärterInnen bieten solche aus ihren Fächern an – wir folgen aber noch lieber von Schülern selbst eingebrachten Themen-Vorschlägen. Auch fächerübergreifende Projekte können in Angriff genommen werden. Nach den Erfahrungen aus zahlreichen Staffeln sind diese tatsächlich die Favoriten. Nach etwa einem Halbjahr sollen die Schüler ihre Arbeiten vor Publikum – Eltern, Freunden, interessierten Lehrern – präsentieren oder nehmen an einem Wettbewerb teil. Profil der Schülerakademie ist ein möglichst vielfältiges Angebot an Lernmedien, damit die Kinder ihren eigenen Weg der Entdeckung und Erarbeitung von Zusammenhängen gehen können. Ort des Lernens ist der Computerraum.
In diesen Schritten arbeiten wir:

1.

Strukturieren

„Was will ich bis wann wie bearbeiten?“

Vom Notizbuch über die Mindmap bis zum Arbeits- und Zeitplan.

2.

Recherchieren

„Ich mache mich schlau.“

Vom Schulbuch über die Bibliothek bis zur Internet- Recherche und Experten- Befragung

3.

Kooperieren

„Wir arbeiten gemeinsam.“

Vom Lernplakat über kooperative Sozialformen bis zur Lernplattform

4.

Produzieren

„Ich stelle etwas her.“

Vom Schreibblock über Power Point / Open Office Impress bis zu selbst erstellten Modellen und Videofilmen

5.

Präsentieren

„Ich erkläre euch das.“

Von der OHP-Folie über Power-Point-gestützte Vorträge bis zur multimedialen Präsentation

Evaluierung

Die Evaluation des neuen Angebots „Schülerakademie“ wird in der Schulentwicklungsgruppe erfolgen. Vor allem soll im Dialog geklärt werden, ob die Schülerakademie ein geeignetes Instrument zur Spitzenförderung ist und ob die Nominierung durch die Klassenlehrer den Anspruch auf Bildungsgerechtigkeit erfüllt. Eventuell muss die zwar professionelle, aber dennoch subjektive Einschätzung durch die Lehrkraft ergänzt werden durch eine Selbsteinschätzung durch die Schüler, z.B. in Form von Talent-Portefolios.

Christiane Lehmler
Oberstudienrätin mit den Fächern Deutsch und Mathematik
Ansprechpartnerin für Begabungsförderung am Couven-Gymnasium
Fachberaterin für Begabungsförderung in der Städteregion Aachen und im Kreis Heinsberg

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