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Together in Europe for a sustainable future – Klima AG trifft Partnerschulen aus Griechenland & Finnland in Polen

Vom 20.-26.03.2022 machten sich Emma Iglesias Costas, Melike/Ray Kapsiz, Maryam Merhie, Luzie Lee, Jonas Hanke und Tanh Hai Phan aus der Klima AG des Couven gemeinsam mit den Lehrkräften Yannick Folsche und Andrea Genten im Rahmen des Erasmusprojektes „Together in Europe for a sustainable future“ auf den Weg nach Polen.

Der Austausch wurde überschattet von dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Aus Furcht vor unkalkulierbaren Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine für Finnland durfte die finnische Partnerschule leider nicht nach Polen reisen. Sie hat daher digital am Austauschprogramm teilgenommen. Auch wir haben uns auf der Reise den Fragen von Krieg und Frieden gestellt. In Danzig, wo mit dem Überfall der deutschen Nationalsozialisten auf Polen am 01.09.1939 der II. Weltkrieg begann, wurden uns beim Besuch des Museums des II. Weltkriegs sehr eindrucksvoll die verheerenden Folgen von Krieg vor Augen geführt.

Im Zentrum unseres Austauschprogramms standen Fragen der Nachhaltigkeit, wie „green mobility“ „green energy“ und vor allem „green future“. Anders als bei den Projektfahrten zu unseren Partnerschulen nach Griechenland und Finnland konnten wir diesmal mit der Bahn fahren – also unseren Anspruch nach „green mobility“ auch konkret umsetzen. Auf dem Weg nach Danzig, unserer ersten Station in Polen, legten wir einen Zwischenstopp in Berlin ein, wo wir u. a. dem „Futurium“, „dem Haus der Zukünfte“ einen Besuch abstatteten und wertvolle Anregungen mit Blick auf „green future“ mitnehmen konnten.

Die Weiterfahrt mit dem Zug von Berlin nach Danzig führte uns wieder die Folgen der aktuellen Kriegssituation vor Augen. An der deutsch-polnischen Grenze in Frankfurt an der Oder erlebten wir hautnah, wie Geflüchtete aus der Ukraine, die von Polen weiter nach Deutschland reisen wollten, auf das herzlichste willkommen geheißen wurden. Überall gab es mehrsprachige Hinweisschilder zu Bahnverbindungen, Gesundheitsversorgung und anderen Hilfsangeboten. Der Supermarkt im Bahnhof war voller Kuscheltiere für die von Krieg und Flucht gezeichneten Kinder. Es war eine sehr schöne Erfahrung zu sehen, welcher Umgang mit Geflüchteten möglich ist, wenn der politische Wille dazu da ist.

Mit Danzig haben wir nicht nur eine wunderschöne, sondern auch eine sehr geschichtsträchtige Stadt kennengelernt. Hier begann durch den verbrecherischen Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen der II. Weltkrieg, auch für das Ende des Kalten Kriegs ist Danzig von großer Bedeutung, wie man im Europäischen Solidarność-Zentrum oder dem Europäischen Zentrum der Solidarität[ eindrucksvoll sehen kann.

Auf dem Weg von Danzig zu unserer Partnerschule in Czestochowa machten wir an einer Wasserpumpenstation in Zarnowiec halt, ebenfalls eine form von „green energy“. Weiter ging es über die schöne Stadt Torun zu unserer Partnerschule nach Czestochowa. Dort haben wir uns intensiv mit Fragen von nachhaltiger Energie auseinandergesetzt und die negativen Folgen von erneuerbaren und fossilen Energien miteinander verglichen, um abschließend unsere Vorstellungen von einer nachhaltigen Zukunft für alle zu entwerfen.

Natürlich haben wir uns auch außerhalb der Schule in Czestochowa umgeschaut. Die Stadt ist mit seinem Kloster Jasna Góra und seiner weltberühmten schwarzen Madonna das Hauptwallfahrtszentrum in Polen. Während einer Führung durch das Kloster haben wir erfahren, dass  der ehemalige Papst Johannes Paul II das Kloster öfter besucht und durch seine Unterstützung der polnischen Solidarnosc -Bewegung einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Ende des Kalten Krieges und damit auf das Ende der Teilung Europas hatte.

Spaß gemacht hat uns vor allem, die mittlerweile zu Freund*innen gewordenen Schüler*innen aus den anderen Partnerschulen wiederzusehen und viel Zeit miteinander zu verbringen. Schön war es, nach den langen Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie endlich wieder gemeinsam etwas unternehmen zu können.

Da war es am Ende auch egal, dass unsere Rückfahrt mit der Bahn nicht wie ursprünglich geplant 12 sondern insgesamt mehr als 14 Stunden gedauert hat. – Auch das eine Erfahrung mit green mobility. Aber gemeinsam mit guten Freund*innen lässt sich auch so eine lange Fahrt gut überstehen.

Andrea Genten

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