Projektkurs „Klima. Kohle. Knete“ der Q1 beim Austausch in Polen

Im Rahmen des Projektkurses „Klima. Kohle. Knete – Braunkohleförderung und die Folgen für Mensch und Umwelt“ der Q1 unter der Leitung von Andrea Genten und Axel Huppertz hat das Couven-Gymnasium erstmalig ein Austauschprojekt mit einer polnischen Schule durchgeführt.

Vom 17.-23.03.2019 haben die Schüler*innen des Projektkurses zusammen mit Oberstufenschüler*innen des Juliusz Słowacki Liceums Chestochowa, Polen, den „Blick zurück nach vorn“ gerichtet, um gemeinsame Zukunftsperspektiven von Jugendlichen in Deutschland und Polen für eine gerechte und nachhaltige Welt im Sinne der Sustainable Develompent Goals (SDGs) in einem vereinten Europa zu entwickeln.

Der „Blick zurück“ war geprägt von einer Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen in Polen in der Zeit von 1939 – 1945. Im Zentrum stand hier ein Besuch der Gedenkstätte Auschwitz, den wir nicht vergessen werden.

Der „Blick nach vorn“ war bestimmt von der Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Braunkohleförderung und die Folgen für Mensch und Umwelt. Hinter Deutschland ist Polen der zweitgrößte Braunkohleförderer in der EU. Beim Besuch des Braunkohletagebaus Belchatow, dem größten Braunkohletagebau in Polen, wurde die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Perspektive deutlich. Es zeigte sich, dass Fragen von Klimakrise und Klimagerechtigkeit nicht im nationalen Alleingang, sondern nur gemeinsam auf europäischer Ebene gelöst werden können.

So unterschiedlich beide Exkursionen auch waren, gemeinsam haben sie uns auf ganz unterschiedliche Weise vor Augen geführt, wie wichtig es ist, respektvoll mit Mensch und Umwelt umzugehen und nicht zuzulassen, dass unser Leben und unsere Lebensgrundlage kurzfristigen Macht- und Profitinteressen geopfert werden.

Gleichzeitig haben wir in Polen erfahren, wie bereichernd und lebendig ein gemeinsames Miteinander sein kann. Schon allein die Begrüßung im Juliusz Słowacki Liceum war überwältigend. Mit einem zweistündigen Kulturprogramm polnischer Schüler*innen mit deutschen und polnischen Liedern, Gedichten und selbstgedrehten Filmen wurden wir von der Direktorin Frau Małgorzata Kaim, den beiden polnischen Austauschlehrerinnen Zofia Sandak-Bernat und Karolina Staszewska und natürlich unseren polnischen Partnerschüler*innen auf das Herzlichste willkommen geheißen. Die große Gastfreundschaft der polnischen Gastfamilien und die Freundschaften, die während des Aufenthalts geschlossen wurden, haben uns den Abschied von Czestochowa sehr schwer gemacht. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen im Juni, wenn die Schülerinnen und Schüler unserer polnischen Partnerschule zum Gegenbesuch nach Aachen kommen.

Wir danken dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk und dem Land NRW für die finanzielle Förderung des deutsch-polnischen Austauschprojektes.

Andrea Genten

Axel Huppertz

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.