Medienpädagogischer Elternabend am 1. Juni 2017 mit Tobias Schmölders

Mehr als 30 interessierte Eltern haben sich am frühen Abend, trotz der warmen Temperaturen, auf den Weg in die Schule gemacht. Herr Schmölders, der als Medienpädagoge viele Erfahrungen an Schulen sammelt, hielt einen interessanten Vortrag, bei dem zwischendurch Fragen und Anregungen der Eltern erwünscht waren und so zu einem informativen Austausch führten.

Das Thema „Handy und Internet“ gewinnt eher mehr als weniger an Faszination. Aber was macht diese Faszination aus? Und welche neuen Phänomene lassen sich beobachten? Davon konnten wir allein in den vergangenen Wochen einiges aus den Medien hören und lesen. Deutlich heraus stellte Herr Schmölders, dass wir unseren Kindern ein „mächtiges Werkzeug“ überlassen, indem wir ihnen die Nutzung des Handys erlauben.

Wie sieht es mit Regeln in der Familie aus? Frau Rütten berichtete dazu, dass durch eine Abfrage in den 5. Klassen deutlich wurde, dass nicht mal ein Viertel der Familien in diesem Jahrgang Vereinbarungen zur Handynutzung treffen und die Kinder sich selbst überlassen sind. Dazu empfiehlt der Medienpädagoge einen „Mediennutzungsvertrag“ mit seinen Kindern zu vereinbaren und stellte zu diesem und vielen weiteren Themen eine Linkliste zur Verfügung, die Sie gerne hier herunter laden können.

Die Entwicklungsaufgaben von Kindern und Jugendlichen haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht verändert. Was Herr Schmölders aber deutlich machen konnte, ist die Tatsache, dass die Bedürfnisbefriedigung heute anders ausgelebt wird als noch in jungen Jahren der Elterngeneration. So wurde eine Entwicklungsaufgabe, wie die Entwicklung der eigenen Identität, noch vor vielen Jahrzehnten über das Tagebuch schreiben, Vorbildern nach eifern usw. ausgelebt. Heute geschieht dies über Selbstdarstellungen bei YouTube, Instagram, WhatsApp und KO. Während früher das Flirten auf dem Schulhof, Treffen im Schwimmbad und Bravo lesen der erste Umgang mit Sexualität bedeutete, findet dies heute über die Mediennutzung statt.

Zweifels ohne gehören Smartphone und Internet heute zur Lebenswelt dazu. Wichtig ist allerdings, dass wir mit unseren Kindern im Gespräch bleiben sollten. Wertvolle Tipps finden Sie dazu in der Information für Eltern, herausgegeben von der Initiative Medienpass NRW, die Sie hier finden.

Sollten Sie Fragen, Beratung oder Unterstützung benötigen, steht Ihnen unsere Schulsozialarbeiterin Frau Rütten gerne zur Verfügung!

Zudem besteht die Möglichkeit, sich Informationen und Tipps bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder bei der Suchthilfe Aachen  zu holen.

Wir danken Herrn Schmölders für den informativen und interessanten Abend und hoffen, dass alle Eltern, die Interesse bekundet, aber aus zeitlichen Gründen verhindert waren, an einem der nächsten Medienabenden teilnehmen können!

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