Exkursion des Physik-LKs zum CERN

Bereits im Juni fuhr der gemeinsame Physik-LK von St. Leonhard, KKG und Couven zum Teilchenbeschleuniger am CERN in Genf. CERN ist der Name der Europäischen Organisation für Kernforschung (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire), die in einer Großforschungsanlage physikalische Grundlagenforschung betreibt und erforscht, was die Welt in ihrem Innersten zusammen hält. Hier der Bericht von Laura Gey und Elodie Hüsing.

30°, Sonne, entspannen am See – so sah unser frühzeitiger Kurzurlaub in Genf aus.

Nein, etwas gelernt haben wir auch. Nach einer schlaflosen Nacht im Zug ging es fast direkt zum CERN. Die knapp sechsstündige Führung war aufgrund allgemeiner Müdigkeit anstrengend und etwas mühsam. Natürlich ließ unsere Aufmerksamkeit irgendwann merklich nach, was besonders schade war, da der Themenbereich eigentlich sehr interessant war. Neben einer Einführung in die Teilchenphysik sowie in Funktionsweise und Aufgaben des Beschleunigers (s. Foto oben), ging es auch um Astrophysik. Wir besichtigten die Kontrollstation des AMS, einer Messsonde im All, sowie einen der Detektoren am Teilchenbeschleunigerselbst. Weil alle recht erschöpft waren, passierte am Abend nicht mehr viel, wir bezogen unsere Zimmer und waren früh im Bett.

Am Freitag ging es auch schon um halb elf am CERN weiter, eine Doktorandin der RWTH Aachen stellte uns die Arbeiten und Experimente am Detektor CMS vor. Der physikalische Hintergrund wurde unserem fachlichen Niveau entsprechend erklärt, sodass wir uns weder langweilten noch überfordert waren. Nach einem Mittagessen in der Kantine, wurden uns ausgemusterte Detektoren und Beschleuniger vorgestellt und wir besuchten eine Ausstellung zum Thema Teilchenphysik. Am späten Nachmittag hatten wir Zeit, die Eindrücke und Informationen beim Sonnen am Genfer See zu verarbeiten. Abends schauten die Fußballbegeisterten auf der Genfer Fanmeile das Deutschlandspiel, während die Anderen die Zeit nutzten, um ein Festival in der Genfer Altstadt zu besuchen.

Am nächsten Morgen mussten wir früh auschecken. Die Koffer wurden in der Garage abgestellt und  wir machten uns auf den Weg zu einem physikalischen Museum im Park, in dem alte Messgeräte ausgestellt waren. Der Nachmittag wurde uns zur freien Verfügung gestellt und man vertrödelte die Zeit am oder auf dem See in kleinen Booten. Wir ließen unsere Exkursion/ unseren Kurzurlaub gemütlich ausklingen und bestiegen abends den Zug nach Aachen. Die Rückfahrt war wieder anstrengend; die allgemeine Schlaflosigkeit wurde durch einen Toilettenraucher, der gegen Mitternacht den Feueralarm auslöste, noch verstärkt.

Dennoch kann man sagen, dass der Ausflug alles in allem lehrreich war und Spaß gemacht hat.

 Fazit zu Genf: Teure Autos, teures Essen, schöner See und spannender Teilchenbeschleuniger.

Verfasst von Laura Gey und Elodie Hüsing vom St. Leonhard Gymnasium, an dem der Physik-LK in Kooperation mit dem KKG und dem Couven-Gymnasium angeboten wird.

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